Jugendliche
Jetzt sind die HarassenläuferInnen gefordert
Wir alle wünschen uns «win - win - Entscheide». Aber manchmal gibt es auch «lose - lose - Situationen»; Situaltionen, in denen man nur verlieren kann, ganz gleich, was man tut. Der Harassenlauf 2010 gehört in diese Kategorie. Den Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung wird vorgeworfen, unangemessen gehandelt zu haben: 420 Polizisten und ein Helikopter scheinen in der Tat übertrieben bei nur 200 HarassenläuferInnen. Hätten die Behörden aber nichts unternommen und wäre es bei schönem Wetter zu einer ähnlich grossen Veranstaltung gekommen wie 2009 – mit Schwerverletzten und grossen Sachschäden – hätten uns wahrscheinlich die gleichen Leute vorgeworfen, zuzuschauen statt zu handeln und womöglich wieder mal eine Bürgerwehr gefordert.
Nach den schweren Zwischenfällen mit zwei Schwerverletzten ging im Mai 2009 ein Aufschrei durch die Bevölkerung: Die «Politik» muss etwas unternehmen! Fragt sich bloss was? Der Gemeinderat Reinach war klar der Meinung, der Harassenlauf könne und solle nicht einfach verboten werden, sondern er solle geordnet ablaufen. Dazu braucht es aber Organisatoren als Partner der öffentlichen Hand. Wenn der Harassenlauf tatsächlich ein derart wichtiger, toller, fröhlicher und schon bald zur regionalen Kultur gehörender Anlass mit Tradition ist, wie die Befürworter immer behaupten, dann müssten doch auch einige der Teilnehmenden bereit sein, als Veranstalter Verantwortung zu übernehmen. An jedem anderen grossen Event von Street Parade über Open Air bis hin zur Fasnacht ist dies schliesslich auch der Fall. Verantwortung übernehmen heisst, für die Sicherheit der Teilnehmenden zu sorgen, Abfälle zu entsorgen oder sicherzustellen, dass keine Sachbeschädigungen entstehen. Nicht ganz überraschend war natürlich niemand bereit, diese Verantwortung zu übernehmen – Konsumieren ist halt einfacher und bequemer.
Also hat sich der Gemeinderat für ein zweigleisigers Vorgehen entschieden: so weit möglich präventiv-begleitend und soweit nötig repressiv-eingreifend. Priorität hatte für uns aber immer Prävention / Begleitung: Durch unmissverständliche Botschaften wurde allen potentiellen TeilnehmerInnen klar gemacht, dass die Veranstaltung mangels Organisatoren illegal ist und dass bei Zuwiderhandlungen mit hohen Bussen gerechnet werden muss. Zudem hat der Gemeinderat klar verlangt, dass Jugendarbeiter den Anlass begleiten, mit den Teilnehmenden reden und zu verhindern versuchen, dass des zu Gewaltausbrüchen und Sachbeschädigungen kommt. Weil aber gut Zureden bei Betrunkenen und Uneinsichtigen nicht hilft war auch immer klar, dass die Polizei im Hintergrund bereit stehen muss, um eingreifen zu können.
Eigentlich müssten wir mit dem Ergebnis zufrieden sein: 90% der letztjährigen TeilnehmerInnen sind dem Anlass fern geblieben, sei es aus Vernunft und Einsicht, sei es wegen den angedrohten Folgen oder ganz einfach wegen des schlechten Wetters. Es hat weder Sachbeschädigungen noch Verletzte gegeben. Ziele erreicht! Allerdings war der Einsatz teuer und aufwändig. Ob mit weniger Mittel das Gleiche hätte erreicht werden können, kann niemand wissen. Und es muss wohl befürchtet werden, dass wir in einem Jahr wieder vor einer ähnlichen Situation stehen werden. Deshalb müssen jetzt alle Verantwortlichen kritisch Bilanz ziehen. Was war gut? Was könnte man besser machen? Haben wir die «weichen» Massnahmen (Prävention / Begleitung) ausgeschöpft? Wie gross muss das Aufgebot der Polizei sein?
Für mich ist klar: Auch in den nächsten Jahren muss der präventiv-begleitende Teil Priorität haben – dafür wird sich der Gemeinderat weiterhin stark machen. Letztendlich wird aber der Anlass nur dann rechtlich und gesellschaftlich akzeptabel, wenn auch die HarassenläuferInnen zur Zusammenarbeit bereit sind. Die Devise, wir wollen nur Spass haben aber keine Verantwortung übernehmen, geht nicht auf. Entweder helfen die HarassenläuferInnen mit, den Anlass zu organisieren oder sie riskieren, dass Politik und Polizei die Spielregeln selber festlegen müssen. Letzteres würde ich bedauern.
Medienecho: BaZ_Harassenlauf_100430,.BaZ_Harassenlauf_100503
Nach den schweren Zwischenfällen mit zwei Schwerverletzten ging im Mai 2009 ein Aufschrei durch die Bevölkerung: Die «Politik» muss etwas unternehmen! Fragt sich bloss was? Der Gemeinderat Reinach war klar der Meinung, der Harassenlauf könne und solle nicht einfach verboten werden, sondern er solle geordnet ablaufen. Dazu braucht es aber Organisatoren als Partner der öffentlichen Hand. Wenn der Harassenlauf tatsächlich ein derart wichtiger, toller, fröhlicher und schon bald zur regionalen Kultur gehörender Anlass mit Tradition ist, wie die Befürworter immer behaupten, dann müssten doch auch einige der Teilnehmenden bereit sein, als Veranstalter Verantwortung zu übernehmen. An jedem anderen grossen Event von Street Parade über Open Air bis hin zur Fasnacht ist dies schliesslich auch der Fall. Verantwortung übernehmen heisst, für die Sicherheit der Teilnehmenden zu sorgen, Abfälle zu entsorgen oder sicherzustellen, dass keine Sachbeschädigungen entstehen. Nicht ganz überraschend war natürlich niemand bereit, diese Verantwortung zu übernehmen – Konsumieren ist halt einfacher und bequemer.
Also hat sich der Gemeinderat für ein zweigleisigers Vorgehen entschieden: so weit möglich präventiv-begleitend und soweit nötig repressiv-eingreifend. Priorität hatte für uns aber immer Prävention / Begleitung: Durch unmissverständliche Botschaften wurde allen potentiellen TeilnehmerInnen klar gemacht, dass die Veranstaltung mangels Organisatoren illegal ist und dass bei Zuwiderhandlungen mit hohen Bussen gerechnet werden muss. Zudem hat der Gemeinderat klar verlangt, dass Jugendarbeiter den Anlass begleiten, mit den Teilnehmenden reden und zu verhindern versuchen, dass des zu Gewaltausbrüchen und Sachbeschädigungen kommt. Weil aber gut Zureden bei Betrunkenen und Uneinsichtigen nicht hilft war auch immer klar, dass die Polizei im Hintergrund bereit stehen muss, um eingreifen zu können.
Eigentlich müssten wir mit dem Ergebnis zufrieden sein: 90% der letztjährigen TeilnehmerInnen sind dem Anlass fern geblieben, sei es aus Vernunft und Einsicht, sei es wegen den angedrohten Folgen oder ganz einfach wegen des schlechten Wetters. Es hat weder Sachbeschädigungen noch Verletzte gegeben. Ziele erreicht! Allerdings war der Einsatz teuer und aufwändig. Ob mit weniger Mittel das Gleiche hätte erreicht werden können, kann niemand wissen. Und es muss wohl befürchtet werden, dass wir in einem Jahr wieder vor einer ähnlichen Situation stehen werden. Deshalb müssen jetzt alle Verantwortlichen kritisch Bilanz ziehen. Was war gut? Was könnte man besser machen? Haben wir die «weichen» Massnahmen (Prävention / Begleitung) ausgeschöpft? Wie gross muss das Aufgebot der Polizei sein?
Für mich ist klar: Auch in den nächsten Jahren muss der präventiv-begleitende Teil Priorität haben – dafür wird sich der Gemeinderat weiterhin stark machen. Letztendlich wird aber der Anlass nur dann rechtlich und gesellschaftlich akzeptabel, wenn auch die HarassenläuferInnen zur Zusammenarbeit bereit sind. Die Devise, wir wollen nur Spass haben aber keine Verantwortung übernehmen, geht nicht auf. Entweder helfen die HarassenläuferInnen mit, den Anlass zu organisieren oder sie riskieren, dass Politik und Polizei die Spielregeln selber festlegen müssen. Letzteres würde ich bedauern.
Medienecho: BaZ_Harassenlauf_100430,.BaZ_Harassenlauf_100503
Reinach will noch kinderfreundlicher werden
30.07.2009 Abgelegt in:Reinach
In den vergangenen Monaten hat sich die Gemeinde an einer Studie der UNICEF im Rahmen der Initiative „Kinder-freundliche Gemeinde“ beteiligt. Die Initiative fördert gezielt Prozesse zur Steigerung der Kinderfreundlichkeit und ermöglicht es Schweizer Gemeinden, das Qualitätslabel „Kinderfreundliche Gemeinde“ zu erlangen. Aufgrund der Analyse empfiehlt UNICEF der Gemeinde Reinach, sich um das Label zu bewerben. Der Gemeinderat hat die Fortfüh-rung des Prozesses gut geheissen und das Ressort Bildung mit der Umsetzung der notwendigen Massnahmen beauftragt. Diese beinhalten die Durchführung einer Zukunftswerkstatt mit Kindern und Jugendlichen, sowie die Formulierung eines Aktions- und Massnahmenplans.
Medienecho: BZ_090730_UNICEF.
Medienecho: BZ_090730_UNICEF.
Jugendliche Polizei
09.12.2008 Abgelegt in:Reinach
In diesem Jahr hat die Polizei Reinach eine spezielle Dienstleistung für Junge aufgebaut: Ein Jugendpolizist ist in Schulen und auf öffentlichen Plätzen präsent.
Sieben Vorträge bei Kindern der 5. Primarschulklasse, mehrere Schulhausbesuche in den Pausen der Sekundarschulen, ein Stand am Monatsmarkt, ein Infospektakel vor dem Gemeindezentrum und vier Ferienpass-Nachmittage. Das ist nicht etwa die Jahresbilanz eines Reinacher Jugendarbeiters, sondern die Leistung des neuen Jugendpolizisten von Reinach. Seit diesem Jahr steht Franz Brodmann, Mitglied der vierköpfigen Polizei Reinach, speziell den Jugendlichen als Ansprechperson zur Verfügung. „Ich suche aktiv den Kontakt zu den Jugendlichen und vernetze mich eng mit den im Jugendbereich tätigen Institutionen und Behörden“, beschreibt der Jugendpolizist seine Aufgabe. Ziel dieses neuen Projekts ist es, die Schwellenängste der Jugendlichen zur Polizei abzubauen. Der Jugendpolizist steht ihnen als Ansprechperson bei Fragen und Problemen unkompliziert zur Verfügung.
Meist positive Begegnungen
Das Angebot ist bewusst personenbezogen. Denn obwohl die Arbeit des Jugendpolizisten keine sozialpädagogische Arbeit darstellt, erfordert sie wie diese eine konstante Beziehung. Franz Brodmann zieht eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. „Vandalismus, Littering und Lärm sind Themen, welche uns im Jahr 2008 beschäftig haben und uns wohl auch im Jahr 2009 beschäftigen werden. Ich empfinde das Ausmass dieser schlagzeilenträchtigen Dinge jedoch nicht als gravierend. Was meine Teamkollegen und ich im Jahr 2008 im öffentlichen Raum erleben durften, waren meist positive Begegnungen mit den Jugendlichen. Ich möchte den Jugendlichen von Reinach ganz herzlich danken für die vielen spannenden und meist freundlichen Gespräche.“
Das Polizeiteam unterstützt die Arbeit
Die Umsetzung des Projekts „Jugendpolizist“ erfolgt im Rahmen der bestehenden personellen Ressourcen der Polizei Reinach. Es bringt für das gesamte Team einen spürbaren Mehraufwand mit sich, fehlt doch der Jugendpolizist teilweise im Präsenzdienst. Doch das Team ist vom Sinn der Aufgabe überzeugt. „Kinder und Jugendliche brauchen einen Platz in unserer Gesellschaft. Wir alle können ihnen helfen, ihn zu finden – mit dem, was wir ihnen vorleben und indem wir auf sie zugehen und uns nicht von ihnen abdrehen“, sagt Franz Brodmann stellvertretend für das ganze Team.
Das Portrait in der BaZ: BaZ_081209_Jugendpolizist und der Beitrag des Gemeinde-TV.
Sieben Vorträge bei Kindern der 5. Primarschulklasse, mehrere Schulhausbesuche in den Pausen der Sekundarschulen, ein Stand am Monatsmarkt, ein Infospektakel vor dem Gemeindezentrum und vier Ferienpass-Nachmittage. Das ist nicht etwa die Jahresbilanz eines Reinacher Jugendarbeiters, sondern die Leistung des neuen Jugendpolizisten von Reinach. Seit diesem Jahr steht Franz Brodmann, Mitglied der vierköpfigen Polizei Reinach, speziell den Jugendlichen als Ansprechperson zur Verfügung. „Ich suche aktiv den Kontakt zu den Jugendlichen und vernetze mich eng mit den im Jugendbereich tätigen Institutionen und Behörden“, beschreibt der Jugendpolizist seine Aufgabe. Ziel dieses neuen Projekts ist es, die Schwellenängste der Jugendlichen zur Polizei abzubauen. Der Jugendpolizist steht ihnen als Ansprechperson bei Fragen und Problemen unkompliziert zur Verfügung.
Meist positive Begegnungen
Das Angebot ist bewusst personenbezogen. Denn obwohl die Arbeit des Jugendpolizisten keine sozialpädagogische Arbeit darstellt, erfordert sie wie diese eine konstante Beziehung. Franz Brodmann zieht eine positive Bilanz seiner bisherigen Tätigkeit. „Vandalismus, Littering und Lärm sind Themen, welche uns im Jahr 2008 beschäftig haben und uns wohl auch im Jahr 2009 beschäftigen werden. Ich empfinde das Ausmass dieser schlagzeilenträchtigen Dinge jedoch nicht als gravierend. Was meine Teamkollegen und ich im Jahr 2008 im öffentlichen Raum erleben durften, waren meist positive Begegnungen mit den Jugendlichen. Ich möchte den Jugendlichen von Reinach ganz herzlich danken für die vielen spannenden und meist freundlichen Gespräche.“
Das Polizeiteam unterstützt die Arbeit
Die Umsetzung des Projekts „Jugendpolizist“ erfolgt im Rahmen der bestehenden personellen Ressourcen der Polizei Reinach. Es bringt für das gesamte Team einen spürbaren Mehraufwand mit sich, fehlt doch der Jugendpolizist teilweise im Präsenzdienst. Doch das Team ist vom Sinn der Aufgabe überzeugt. „Kinder und Jugendliche brauchen einen Platz in unserer Gesellschaft. Wir alle können ihnen helfen, ihn zu finden – mit dem, was wir ihnen vorleben und indem wir auf sie zugehen und uns nicht von ihnen abdrehen“, sagt Franz Brodmann stellvertretend für das ganze Team.
Das Portrait in der BaZ: BaZ_081209_Jugendpolizist und der Beitrag des Gemeinde-TV.
Eine Jungbürgerfeier der anderen Art
05.09.2008 Abgelegt in:Reinach
Statt viele kleine ein grosse gemeinsame Jungbürgerfeier. Das haben sechs Gemeinden beschlossen und dieses Jahr realisiert. Den Jugendlichen hat es gefallen. Sehen Sie den Beitrag des Gemeinde-TV dazu.
Über diesen Link können Sie einen Beitrag des Gemeinde-TV zur Frage «Was bedeutet es, volljährig zu sein?» anschauen.
Über diesen Link können Sie einen Beitrag des Gemeinde-TV zur Frage «Was bedeutet es, volljährig zu sein?» anschauen.