Wie verändert sich die Biodiversität in der Schweiz?

Zwischendurch mal was, das (fast) nichts mit Lokalpolitik zu tun hat. Neben meinen politischen Ämtern bin ich ja immer noch Mitinhaber einer Umwelt-Beratungsfirma. In dieser Funktion arbeite ich seit über zehn Jahren an einem Projekt des Bundes zur Überwachung der Biodiversität in der Schweiz (Biodiversitätsmonitoring Schweiz). Wir beschäftigen uns mit Fragen wie: Wie verändert sich die Vielfalt an Arten und Lebensräumen in der Schweiz? Was sind die Ursachen? Wie wirksam sind die ergriffenen Massnahmen?

Am 20.5. ist der zweite Bericht zur Lage der Biodiversiät erschienen. Und wie steht es um unsere Natur? Es gibt – wie kaum anders zu erwarten – keine einfache Antwort. Vielmehr gibt es gute und schlechte Nachrichten. Einerseits leben heute mehr Arten in der Schweiz als vor hundert Jahren, andererseits sind nach wie vor sehr viele Arten bedroht. Verbessert hat sich die Situation im Wald, dafür droht den Alpen an vielen Orten die gleiche Intensivierung der (landwirtschaftlichen) Nutzung, wie wir sie im Mittelland bereits erlebt haben. Erste Folgen der Klimaerwärmung auf die Artenvielfalt lassen sich auch bereits nachweisen, obwohl das Biodiversitätsmonitoring erst 2001 gestartet wurde: wärmeliebende Arten, wie Schmetterlinge und Libellen, wandern in die Schweiz ein und in den letzten fünf Jahren haben sich die Alpenpflanzen im Durchschnitt 13 Meter höher hinauf ausgebreitet.

Die Synthese finden Sie hier, den ganzen Bericht können sie über diesen Link herunterladen.

Die Interpretation der Medien finden Sie hier: BaZ_090520_BDM, NZZ_090520_BDM, TA_090520_BDM.