Unterschiedliche Meinungen zur Parkplatzbewirtschaftung

Parkscheibe
Soll in Reinach in einzelnen Quartieren eine Parkplatzbewirtschaftung eingeführt werden? Dazu hat der Gemeinderat eine Bevölkerungsumfrage durchführen lassen. Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Die Ausgangslage
Da viele Parkplätze in Reinach von so genannten Fremdparkierern benützt werden und damit den Anwohnenden nicht mehr zur Verfügung stehen, wollte die Gemeinde Reinach in Erfahrung bringen, welche Form der Parkplatzbewirtschaftung in den Quartieren sinnvoll wäre. Sie hat dafür im Sommer 2011 eine Umfrage bei der Bevölkerung durchgeführt.

Die Antworten variieren je nach Quartier
Die Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit von 52% der Gesamtbevölkerung keine Parkplatzbewirtschaftung wünscht, während in den Quartieren Surbaum Ost, Zentrum und Steinreben eine Bewirtschaftung mehrheitlich gewünscht wird. Für die Anwohnenden wäre es sinnvoll, wenn sie mit einer Anwohnerparkkarte unbeschränkt parkieren könnten, aber nur ein Viertel von ihnen ist bereit, für eine Parkkarte CHF 120 pro Jahr zu bezahlen, durchschnittlich war man bei der Umfrage der Ansicht, CHF 38 genügten.

Bei den 48% Befürwortern einer Parkplatzbewirtschaftung schwingt die Blaue Zone als die am geeignetste Variante mit 49% obenaus, gefolgt von der zeitlichen Beschränkung der Parkdauer mit 40% und der Bewirtschaftung mit einer Parkuhr mit 11%.

Eins kommt bei der Umfrage klar zum Ausdruck: Eine flächendeckende Einführung von blauen Zonen soll es nicht geben. Dem trägt der Gemeinderat Rechnung, möchte jedoch auch für die vom Suchverkehr geplagten Gebiete gebührende Schutzmassnahmen ermöglichen.

Wie weiter?
Im kommenden Jahr wird es nun Aufgabe der Gemeinde sein, die gesetzlichen Grundlagen zu schaffen, dass quartierbezogene Parkplatzbewirtschaftungen umgesetzt werden können. Darin enthalten ist etwa auch die Handhabung der Anwohnerparkkarten. Für das Zentrum soll eine Parkplatzbewirtschaftung (zeitlich beschränkte Parkierung) erarbeitet und parallel mit der ‚Erneuerung Ortszentrum Reinach‘ umgesetzt werden.