Fluglärm hat massiv zugenommen

Seit Ende Dezember ist das neue Instrumentenlandesystem ILS 34 auf dem Flughafen Basel-Mulhouse in Betrieb. Seither erhält die Gemeinde Reinach, wie andere Gemeinden in der Anflugschneise auch, Reklamationen aus der Bevölkerung Beanstandet wird die Zunahme der Südanflüge vor allem nachts und früh morgens. Die Gemeinde erfasst die Meldungen der Einwohnerinnen und Einwohner und wird beim Kanton intervenieren, falls die vereinbarten Grenzwerte langfristig überschritten werden.

Bei der Einführung des ILS 34 wurde im Staatsvertrag zwischen der Schweiz und Frankreich festgelegt, dass Anflüge aus Süden nur bei Nordwind und ab Windstärke 5 Knoten erfolgen dürfen, oder wenn die Hauptlandepiste von Norden her (Piste 16) gefroren oder Schneebedeckt ist. Zudem wurde den betroffenen Gemeinden zugesichert, dass die Anzahl der Südanflüge gegenüber früher nicht zunehmen werde. Übersteigt der Anteil aller Instrumenten-Landeanflüge auf Piste 34 die 8%-Grenze innert einem Kalenderjahr, so müssen die Ursachen dafür von französischer und schweizerischer Seite gemeinsam analysiert werden. Übersteigen die Anfüge innert einem Kalenderjahr die 10% Grenze, müssen Massnahmen ergriffen werden, welche die Anzahl Landungen wieder unter die 10% Marke senken.

Alle Landungen werden vom Schweizerischen Schutzverband, vom Flughafen Mulhouse und vom deutschen Fluglärmdienst erfasst. Die Gemeinde Reinach verfolgt die erfassten Südlandungen aktiv und sammelt die eingehenden Reklamationen zur Lärmbelastungen aus Bevölkerung. Sollten die oben erläuterten Vereinbarungen nicht eingehalten werden, dann wird die Gemeinde Regierungsrat Adrian Ballmer entsprechend informieren. Er muss auftragsgemäss die Interessen der Bevölkerung im Verwaltungsrat des Euro-Airport vertreten.

Zwei Zeitungsberichte dazu: BZ_080315_Fluglaerm, BaZ_080318_Fluglaerm, BZ_080319_Fluglaerm.